Harburg - Wilhbg. Krieger - Ehrenmal

   


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Karten-Nr.: 117
Kategorie: Denkmäler
Serien-Nr.: 158
Stempel: 27.06.1937
Verlag: Kumm Gebr., Hamburg
Zustand: Neuwertig
Format: Klein
Farbig: Nein
Gelaufen: Ja
Teil einer Serie: Ja
Objekt noch existent: Ja
Geo-Koordinaten: 53.458238888889, 9.9815472222222

Das Denkmal für die gefallenen Soldaten der Stadt Harburg im 1. Weltkrieg von Hermann Hosaeus.

Eingeweiht wurde es erst am 26.06.1932 mit einem Festakt in der St. Johannis Kirche, neben der das Denkmal an der Ecke Maretstraße, Bremer Straße steht.

Ein Teil der alten Kirche ist auf der Karte hinter dem Soldaten gut zu sehen. Das heute Foto zeigt den den Nachkriegsneubau.

Eigentlich sollte das Denkmal schon weitaus früher errichtet werden, jedoch war das gesamte, von Spendern gesammelte, Geld durch die Inflationszeit Anfang der 20er Jahre wertlos geworden. Es dauerte erneut einige Jahre, bis man das Geld ein zweites Mal zusammen gesammelt hatte.

Oberbürgermeister a.D. Denicke, als Vorsitzender des Denkmalausschusses hält die Festrede am Denkmal, welche mit den Worten "Wir wollen an Deutschlands Zukunft glauben und an unseres Volkes Auferstehen tatkräftig mitarbeiten" endet.

Das Denkmal, bei Harburgern nur "Der Soldat" genannt hat den Zweiten Weltkrieg im Gegensatz zur ausgebombten St. Johannis Kirche gut überstanden, lediglich sein Gewehr ist durch die grosse Hitze der ausbrennenden Kirche etwas verformt worden und ist heute nicht mehr ganz gerade.

Am hohen Sockel ist folgender Text eingelassen:

"Den für das Vaterland gefallenen 2000 Söhnen der Stadt Harburg zur Ehre u. zum Gedächtnis.

Wunden zum Trotz tatbereit heute wie einst und in aller Zeit Deutschland für dich.

Die Treue steht zuerst zuletzt im Himmel und auf Erden. Wer ganz die Seele dreingesetzt dem soll die Krone werden.

E.M. Arndt
Deine Toten werden leben
Jesaja 26 V.19"

Leider ist das Denkmal heute fast immer mit Schmierereien "verziert", eines Denkmales für 2000 tote Harburger etwas unwürdig.

In jüngerer Zeit wurde dem martialisch wirkenden Denkmal ein Antikriegsdenkmal als Gegengewicht in unmittelbarer Nähe zugefügt, welches ein weinendes Kind kniend vor einigen Stahlhelmen zeigt.

Der Soldat aus einer um 90 Grad nach links versetzten Perspektive:

Ehrendenkmal für die im Weltkriege gefallenen Söhne der Stadt Harburg
 

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