Harburg - Elbe Partie am Kanal

   


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Karten-Nr.: 219
Kategorie: Hafen
Serien-Nr.: 622
Stempel: 06.02.1913
Verlag: Arthur Friedrich, Hamburg 1, Bankshof
Zustand: Leichte Kratzer/Beschädigungen
Format: Klein
Farbig: Ja
Gelaufen: Ja
Teil einer Serie: Ja
Objekt noch existent: Ja
Geo-Koordinaten: 53.466938888889, 9.9827055555556

Ein Blick in den Kaufhauskanal im alten Harburger Hafen hinunter in Richtung Innenstadt um 1913.

Es bietet sich hier ein sehr ruhiger, beschaulicher Anblick des Kanals, so wie er wohl nur selten zu sehen war. Im Hintergrund ist der Kirchturm der Dreifaltigkeitskirche auszumachen. Die Gebäude rechts des Kanals sind die rückwärtigen Grundstücke der Blohmstrasse, die linken die rückwärtigen Grundstücke der Harburger Schlossstrasse.

Der Kaufhauskanal hat seinen Namen von Harburgs erstem Kaufhaus, welches bereits um 1540 zur Zeit der Harburger Herzöge am Kaufhauskanal errichtet worden ist. Es diente dem Warenumschlag und der Lagerung. Heute steht davon natürlich nichts mehr.

Der Kaufhauskanal ist Teil der ältesten Siedlungsflächen der Stadt Harburg und einer der ältesten Teile des ganzen Harburger Hafens.

Aufgrund der geringen Breite des Kanals und der kleinen Grundstücke entlang seiner Seiten, war die umgeschlagene Gütermenge immer sehr klein, dennoch ging es hier über Jahrhunderte geschäftig zu.

1901 wurde am Ende dieses Kanals an der Kaufhausstrasse (jetzt Buxtehuder Strasse) Harburg erstes Elektrizitätswerk gebaut und in Betrieb genommen, um Strom für die 1902 eröffnete elektrische Strassenbahn zu liefern. "Nebenbei" gab es damit auch Strom für elektrisches Licht in Harburg.

Zum Zeitpunkt der Karte waren bereits drei der vier Seehafenbecken im Neuen Seehafen fertig gestellt und damit verlagerten sich viele Umschlagsbetriebe. Es wurde wohl auch deshalb am Kaufhauskanal wieder ruhiger.
 

Kommentare

kohls-harburg@alice-dsl.net, 23.06.2008  
Zu Absatz 3: Dafür steht aber ein jüngeres umgesetztes Kaufhaus zwischen dem Kanal und der Villa von Lengemann & Eggers!