Harburg a. d. Elbe. Ringkämpfer Denkmal

   


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Karten-Nr.: 43
Kategorie: Denkmäler
Serien-Nr.: 64857 - 1754
Stempel:
Verlag: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Zustand: Leichte Kratzer/Beschädigungen
Format: Klein  
Farbig: Ja
Gelaufen: Ja
Teil einer Serie: Ja
Objekt noch existent: Ja

Das Ringkämpfer Denkmal mit dem dahinter liegenden Kirchturm der St. Johannis Kirche.

Die beiden auf einem Sandsteinsockel kämpfenden bronzenen Ringkämper wurden von Eberhard Encke im Jahre 1913 geschaffen.

Das Denkmal ist eine Stiftung des Harburger Industriellen Arnold Mergell, einem der Mitbegründer der Harburger Ölwerke Brinckmann und Mergell (HOBUM)

Die Rinkkämpfer von der anderen Seite gesehensowie eine Nahaufnahme:

Harburg a. d. Elbe. Ringkämpfer-Gruppe.
Harburg Denkmal Marienstr.
 

Kommentare

Friedemann Encke, 29.03.2006  
Es handelt sich nicht um Ringkämpfer, sondern um Faustkämpfer.
Diese etwa lebensgroße Bronzegruppe von Eberhard Encke (1881-1936), im klassischen Stile mit jugendstilartigen Anklängen modelliert, zeigt zwei nackte Athleten im Faustkampf begriffen (schlagend und parierend). Sie wurde 1912 auf der großen Berliner Kunstausstellung präsentiert und mit der "Goldenen Preussischen Staatsmedaille für Kunst" preisgekrönt. Ein Abguss kam im Preussenpark, Nähe Fehrbelliner Platz in Berlin-Wilmersdorf zur Aufstellung, wurde jedoch während des zweiten Weltkrieges eingeschmolzen. In einem alten Zeitungsaausschnitt (Jahresangabe fehlt leider!) wird berichtet, Metalldiebe hätten am Neujahrstage einen der Boxkämpfer abgesägt, so dass man den zweiten in Sicherheit habe bringen müssen.
Ein zweiter Abguß ("gestiftet von Arnold Mergell 1913") steht heute noch am Rathausplatz in Hamburg-Harburg. Ebenfalls erhalten hat sich in Privatbesitz ein kleines Modell in Bronze, ca 30 cm hoch. (Abb. der großen Gruppe in: “Die Kunstwelt”, 2, 1911/12). Guss von Gladenbeck, Nr. B379.